Paul-Preuss-Gesellschaft kümmert sich um die letzte Ruhestätte des großen Freikletterers

 

 

 

Dr. Paul Preuss, der große Freikletterer aus dem Ausseer Land, der im Oktober 1913 bei der Besteigung des Mandlkogels im Gosaukamm im Alleingang im Alter von 27 Jahren tödlich abgestürzt ist, hat auf dem Altausseer Friedhof seine letzte Ruhestätte gefunden. 

Beim Besuch eines Mitglieds der Internationalen Paul-Preuss-Gesellschaft (IPPG)  ist diesem aufgefallen, dass das Grab einer Pflege bedürfe. Damit nicht nur sein bergsteigerisches Andenken, sondern auch seine persönliche Wertschätzung auch mehr als hundert Jahre nach seinem Tod erhalten bleiben, hat sich die IPPG auf Anregung ihres Vorstandsmitglieds Anita Seebacher dazu entschlossen, das Grab des dem jüdischen Glauben angehörenden Paul Preuss zu pflegen. Anita Seebacher hat dies jetzt selbst in die Hand genommen und das Grab hergerichtet. Große Steine, herbstliche Blumen, Gebirgspflanzen und eine Kerze schmücken das Beet.

Auf dem schlichten Grabstein sind die Lebensdaten des Paul Preuss aufgeführt, außerdem die seiner Mutter Lina Preuss und einer Verwandten namens Reserl Schaar-Peterson. Ein verwittertes Foto von Paul Preuss lehnt an diesem Grabstein, an dem zahlreiche Steine nach jüdischem Brauch davon zeugen, dass viele Menschen damit dem Toten einen Gruß senden wollten.

IPPG freut sich über Spenden für das Grab

Der Internationalen Paul-Preuss-Gesellschaft ist es ein Anliegen, dass das Grab des großen Bergsteigers in jenem Zustand bleibt, den es verdient. Sollte sich jemand mit einem Geldbetrag an der Pflege des Grabes beteiligen wollen, nimmt die Internationale Paul-Preuss-Gesellschaft gerne Spenden an. Unsere Kontoverbindung: Oberbank Bad Aussee, IBAN: AT97 1503 1008 4105 4752 - Kennwort: Grab Paul Preuss

H./29.10.2020