Georg Bachler

Gründungs-Obmann Lutz Maurer hat sich zurückgezogen - Anita Seebacher neue Schatzmeisterin

Die Internationale Paul-Preuss-Gesellschaft (IPPG) hat einen neuen Obmann: Für den nicht mehr kandidierenden Lutz Maurer haben die Mitglieder auf der Generalversammlung am 29. Februar 2020 in Abtenau einstimmig Georg „Joe“ Bachler aus Abtenau am Tennengebirge gewählt. Lutz Maurer, einer der treibenden Kräfte der Gründung des Vereins im Jahr 2014, hatte aus Altersgründen auf eine neuerliche Kandidatur verzichtet. 

Mit Georg Bachler steht nun ein Mann an der Spitze, der sich als Alpinist über Österreich hinaus einen Namen gemacht hat. In seinem Tourenbuch stehen über 80 Erstbegehungen in den Alpen, in Norwegen, im Himalaya, dem Karakorum und in den Anden; dabei hat er vier Achtttausender bestiegen, nämlich K 2, Broad Peak, Makalu und Kanchendzönga. Er ist Gründungsmitglied von Öko-Himal sowie Gründer und Inhaber des „Bachler-Teams“, das Mitarbeiter von Konzernen, Manager und Studenten zu den Themen Spitzenleistungen und Menschenführung berät.

Für den im Dezember 2019 verstorbenen Schatzmeister Franz Neumayr wählten die Mitglieder einstimmig Anita Seebacher aus Altaussee als seine Nachfolgerin.

Weitere Vorstandsmitglieder der Gesellschaft sind (wie bisher) Fritz Petermüller als Stellvertretender Obmann, Willi Schwenkmeier als Schriftführer, Klaus Haselböck als sein Stellvertreter sowie Hans Helmberger als Stellvertretender Schatzmeister.

 

Lutz Maurer, Mitbegründer von „Land der Berge“, hat die Fernsehanstalt verlassen

Mit Lutz Maurer ist einer der großen Dokumentarfilmer des Österreichischen Rundfunks und Fernsehens (ORF) in den wohlverdienten Ruhestand gegangen. Der gebürtige Linzer, seit vielen Jahrzehnten in Grundlsee im Ausseer Land zu Hause, hatte zunächst in der Sportredaktion des Senders gearbeitet, wobei er mehrere Olympische Spiele und Weltmeisterschaften journalistisch begleitete. Zusammen mit Manfred Gabrielli und Bernd Seidel hatte er - unter dem legendären Thaddäus Podgorski als Leiter der Sportredaktion das Konzept für eine Alpin-Sendung für das von Bergen geprägte Österreich ausgearbeitet und diese - angelehnt an den Text der Nationalhymne - „Land der Berge“ benannt. Die Premiere erfolgte am 29. Mai 1982, und in der Folge bewiesen die hohen Einschaltquoten, dass die „Macher“ dieser Sendereihe ins Schwarze getroffen hatten.

Prominente vor der Kamera

„Berge gehören zur Identität unserer Heimat, spielten über Jahrhunderte nicht nur in Politik und Kriegsgeschehen, sondern auch in Musik, den bildenden Künsten, in Film und Theater und vor allem in der Literatur Österreichs eine große Rolle“, so Lutz Maurer, der diese Fakten in „Land der Berge“ verinnerlichte und von prominenten Persönlichkeiten wie Miguel Herz-Kestranek, Klaus Maria Brandauer, Christoph Ransmayr, Herbert Tichy, Hermann Buhl, Kurt Diemberger und Heinrich Harrer, dem Skistar Toni Sailer sowie vielen der großen Bergsteiger unserer Zeit wie Reinhold Messner, Peter Habeler, Wolfgang Nairz, Wanda Rutkiewitz, Albert Precht, Beat Kammerlander und Gerlinde Kaltenbrunner erklären ließ. Der Regisseur Fred Zinnemann und sein Seilkamerad, der Musiker Joseph Braunstein - beide berühmte Vertreter der jüdischen Elite Österreichs -, der Innsbrucker Bischof Reinhold Stecher, aber auch unbekannte Bewohner des Alpenraums zählten zu jenen Menschen, über die die ORF-Leute berührende Portraits schufen.

2004 wurde „Land der Berge“ von TW1 bzw. ORF III übernommen. Schließlich entschied sich Lutz Maurer, inzwischen fast 79 Jahre alt, nach fünf Jahrzehnten und rund 150 Dokumentationen für „Land der Berge“, für die TV-Sportredaktion sowie einigen im Kulturbereich Schluss zu machen. „Ich bin dankbar, dass wir die goldenen Jahre des ORF miterleben konnten, für ihn arbeiten durften. „Der Blick auf die letzten zwei Dezennien hingegen fällt mir nicht leicht“, so Lutz Maurers zwiespältiges Fazit seiner Zeit beim ORF.